Homöopathie

Homöopathie
Foto: Björn Wylezich (https://de.fotolia.com)

Die Grundregeln der Homöopathie sind älter noch als Hippokrates (460 v. Chr.) Der Arzt Samuel Hahnemann (1755-1843) hat sie quasi "wiederentdeckt". Es begann mit einem Selbstversuch, bei dem er als Gesunder eine geringe Dosis Chinin (Chinarinde) einnahm und daraufhin die Symptome einer Malaria bekam. Nach jahrelangem weiterem intensiven Forschen kam er zu der Überzeugung, dass eine Arznei, die auf eine ganz bestimmte Art und Weise rhythmisch verdünnt wird, die Symptome heilen kann, die sie in ihrem unverdünnten Zustand hervorruft. 

 

Man nennt dies das "Ähnlichkeitsprinzip", bzw. "Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt".

Das klingt jetzt alles sehr kompliziert. Lassen Sie es mich mit einem einfachen Beispiel näher erklären: Ein Patient kommt in meine Praxis und sagt: „Ich habe einen Schnupfen. Mir läuft die Nase und tränen die Augen, als hätte ich Zwiebeln geschnitten“. Für diesen Patienten wäre Allium cepa (die Küchenzwiebel) in homöopathischer Form das richtige Mittel. Oder ein anderer Patient sagt: „Ich kann nicht einschlafen. Ich liege abends in meinem Bett und bin so wach, als hätte ich eine Kanne Kaffee getrunken“. Richtig, dieser Patient bekommt Coffea (Kaffee) in homöopathischer Form. Leider bekommt man nur in den allerseltensten Fällen so klare charakteristische Symptomschilderungen von einem Patienten.

 

Jeder erlebt selbst einen einfachen Schnupfen anders, und so kann es passieren, dass von 5 Patienten mit Schnupfen jeder ein anderes Mittel bekommt. Es gibt Besserung im Kalten und Besserung im Warmen, laufende Nase und verstopfte Nase, milde Absonderung und scharfe Absonderung usw. usw. Dies ist auch der Grund, warum ein Homöopath so viele Fragen stellt und alles genau wissen will. Je mehr Informationen er hat, umso sicherer ist die Mittelwahl.

 

Ein homöopathisches Mittel kann niemals eigenständig heilen. Es gibt dem Körper den "Impuls" zu versuchen sich selbst zu heilen. Es wird nichts verdrängt, es wird nichts mit Gewalt unterdrückt. Der Körper hat die Chance, sich auf natürliche Art selbst zu heilen (allerdings hat auch die Homöopathie ihre Grenzen).

 

In der Regel stammen die Grundsubstanzen der homöopathischen Mittel aus dem Pflanzen-, Mineral- und Tierreich. Durch stufenweises Verdünnen und rhythmisches Verschütteln (Potenzieren) wird die Heilenergie der Ausgangssubstanz gewonnen und auf einen Trägerstoff (Alkohol, Milchzucker) übertragen. Wer kennt sie nicht, die "kleinen Kügelchen" (Globuli), die selbst von den Kindern so gerne genommen werden.

 

Noch sehr viel könnte ich über die Homöopathie schreiben, aber es würde hier den Rahmen sprengen.

"Es ist meine rechtliche Pflicht, Sie darauf aufmerksam zu machen, dass es sich um ein nicht wissenschaftlich/schulmedizinisch anerkanntes/bewiesenes Verfahren handelt"